Was sind die Ziele des BOMCA-Programmes?

Das BOMCA-Programm verfolgt das Motto „More open, more secure“, was soviel bedeutet wie „Mehr Offenheit, mehr Sicherheit“.

Im Großen und Ganzen wollen beide Programme die Kriminalität an den Grenzen vermindern, doch gleichzeitig die Wirksamkeit der Grenzen in Bezug auf den Wirtschaftswachstum der Staaten, die Sicherheit sowie der Stabilität der fünf zentralasiatischen Staaten erhöhen.

Doch warum wurde das BOMCA-Programm sowie das CADAP entwickelt? Hinter den Programmen steckt das Ziel, den Drogenexport von Afghanistan über die besagten fünf Staaten zu regulieren. Afghanistan gehört zu dem größten Opium-Hersteller und Exporteur weltweit. Etwa 80 Prozent des Opiums auf dem internationalen Markt kommt aus dem Land. Die Droge wird über die zentralasiatischen Staaten Kasachstan, Kirgisistan,Usbekistan, Tadschikistan und Turkmenistan geschmuggelt.

Diese fünf Staaten entstanden nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahr 1991 und bieten über Tausende an Kilometern schwierig zu bewachendes Terrain. Gebirgs-Regionen sowie extreme Witterungsverhältnisse machen die Grenzen zu perfekten Strecken für den Drogen-, aber auch Waffen- sowie Menschenhandel. da sie so schwer zu bewachen sind.

Um jedoch den Schmuggel besser kontrollieren zu können aber gleichzeitig die Grenzregionen wirtschaftlich zu stärken, machte es sich die EU zum Ziel, die Grenzen mit hochentwickelten Integrierten Grenzmanagementsystemen zu bewachen und den Handel zu bekämpfen.

Neben der technischen Komponente der Grenzüberwachung sowie des Aufbaus einer Grenz-Infrastruktur, wurden innerhalb des BOMCA-Programmes auch andere Maßnahmen getroffen. Dazu zählte die Ausbildung von Grenzwachbeamten, die sich dem BOMCA-Programm loyal zeigen, um eine Korruption an den Grenzen selbst auszuschließen.

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